Impressionen aus der JJ-Abteilung

NEUE ABTEILUNG – AIKIDO!

Um Aikido anzufangen, braucht man keine speziellen Voraussetzungen, jeder kann einsteigen – unabhängig von Alter und Geschlecht.

Bereits die ersten Versuche in Aikido bringen viel Spass.  Wir freuen uns über jeden neuen Trainingspartner!

Komm‘ einfach unverbindlich vorbei und mach‘ mit!

SV

 

Ju-Jutsu-Abteilung zu Gast auf Benefizlandeslehrgang

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Voller Spannung und mit hohen Erwartungen an den Top-Referenten Sepp Sträußl machten sich am Sonntag, den 16. April vier Mitglieder unserer Ju-Jutsu-Abteilung auf den Weg zum Benefizlehrgang „Waffenabwehr“. Dieser wurde gemeinsam vom SV-Esting und SC Unterpfaffenhoffen Germering ausgerichtet und sollte sich als voller Erfolg herausstellen.

Tänzerisches Aufwärmen

Bevor es jedoch mit dem Ju-Jutsu-Training losging, wurden die Anwensenden erstmal tüchtig ins Schwitzen gebracht: Bettina Hildenbrand sorgte durch ihr Power-Zumba für nicht nur für rote Gesichter und Schnappatmung, sondern auch für richtig ausgelassene Stimmung. Auch wenn manche Herren der Schöpfung sich sichtlich schwer taten, der schweißtreibenden Choreographie zu folgen, konnte man an dem vergnügten Lachen, das überall in der Halle zu vernehmen war, ablesen, dass Hildenbrand hier alles im (Warm-up)-Griff hatte.

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Nach einer kurzen Pause ging es dann so richtig los: Der Messerangriff und seine Abwehr spielten die zentrale Rolle in den kommenden drei Stunden. Und hier wurde schnell klar, weshalb Sträußl als Spitzeninstruktor gilt: Durch seine Mischung aus Ernsthaftigkeit, Lehrfreude und Humor vermittelte er den etwa 80 angereisten Ju-Jutsuka die wichtigsten Grundlagen seines Messerabwehrsystems. Dabei bezogen sich die Lehreinheiten nicht aus Angriffe aus verschiedenen Winkeln, sondern Sträußl präsentierte auch Notlösungen und sprach darüber, wie es nach der unmittelbaren Abwehr der Gefahrensituation weitergeht.

Spektakuläres zur Pause

Unterbrochen wurde die Übungen einerseits durch zwei Kaffeepausen, in denen sich die Lernenden am exzellent bestückten Kuchenbuffett stärken konnten (der Geheimtipp war der Mohnkuchen!) und einer schwungvollen Showeinlage der Tanzgruppe Fun Unlimited. In Sachen Akrobatik beschämte die Eleganz der Damen und Herren so manchen Trainierenden in der Halle – so viel Überschläge und Taktgefühl wünschte sich manch einer auch insgeheim von seinem Trainingspartner auf der Matte!

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Am Ende des Lehrgangs fasste Sträußl noch einmal das Wichtigste zusammen: Das Messer ist eine brandgefähliche Waffe – jede(r) kann es einsetzen, es verursacht schnell viel Schaden und wenn man damit in einer Abwehrsituation zu tun hat, möge man sich darauf einstellen, nicht ohne Verletzung aus der Begegnung herauszukommen. Außerdem unterstrich Sträußl seine bedingungslose Härte, wenn es um eine Abwehr gehe: Alles sei erlaubt! Die vierköpfige Reisegruppe des SV Planegg-Krailling war am Ende ziemlich platt und glücklich – jetzt wird es darum gehen, den Daheimgebliebenen das Wichtigste aus dem Lehrgang zu vermitteln.

Bisher unterschätzt: „Aliveness“ als Trainingskonzept im Ju Jutsu

Die ein oder andere von Euch, die Ju Jutsu trainiert, hat vielleicht schon einmal etwas von dem so genannten „Aliveness“-Trainingsansatz gehört (manche bezeichnen es auch einfach als „alive training“). Es geht dabei um eine Ausgestaltung des Trainings, in dessen Zentrum spontanes, nicht-geskriptetes (also unabgesprochendes) und dynamisches Agieren mit der Partnerin steht. Alive Training wird in erster Linie durchgeführt, damit sich die Teilnehmerinnen untereinander herausfordern und mit der Absicht antreten, zu gewinnen. Zudem wird diese Trainingsmethode herangezogen, um bestimmte Kampfsporttechniken aus dem eigenen Training einer Nützlichkeitevaluierung zu unterziehen.

Dabei ruht das Konzept auf den drei Säulen: Bewegung, Timing und Energie. Das bedeutet, die Partnerinnen sind ständig in Bewegung, agieren ohne feste oder zugewiesene Schlag- und Trittmuster und agieren auf einem Kraftniveau, das nahe an das tatsächlicher Auseinandersetzungen herankommt. Auf diese Art und Weise zu trainieren, bedeutet (womöglich), sich von liebgewonnen Vorstellungen und Lehrplänen zu verabschieden. Bestimmte Techniken – das stellt sich sehr schnell auch im Ju Jutsu heraus – funktionieren unter Stress nur bedingt, manche überhaupt nicht. Dennoch werden sie immer wieder unterrichtet und abgefragt, was im besten Fall zweifelhaft, im schlechtesten gesundsheitsbedrohlich (in einer echten Auseinandersetzung) ist.

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Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Fallen will gelernt sein!

„Als Fallschule werden verschiedene Arten des Fallens bezeichnet, bei denen der Fallende möglichst wenig Schaden nimmt. Ziel der Einübung der Fallschule ist, einen sicheren und kontrollierten Übergang vom Stand zum Boden (und ggf. direkt wieder in den Stand) zu gewährleisten. Die eingeübte Falltechnik soll im Fall der Fälle (beim Stolpern, einem Schubs-Angriff etc.) reflexartig ausgeführt werden, um eine zeitliche Verzögerung − durch aktives Nachdenken − zu minimieren und dadurch unverletzt und kampffähig zu bleiben.“ (Quelle)

Auch zu unserem Ju-Jutsu-Training gehört das Fallen – es ist wichtiger Basisbestandteil unseres Trainings. Und ob man es glaubt oder nicht – es macht ziemlich Spaß, sich ein wenig rollend durch das Dojo zu bewegen. Spätestens dann, wenn die TrainingspartnerInnen loben: „Das sieht aber elegant aus heute!“ Ein paar Fotos kurz vor dem Fallen haben wir Euch aus unserem Training hier zusammengestellt. Und wenn Ihr selbst einmal Lust darauf habt, ganz behutsam an schmerzlinderndes Fallen herangeführt zu werden, schaut einfach auf ein unverbindliches Probetraining bei uns vorbei.

Die Fotos stammen erneut von Konstantin Höhne – www.konstantinhoehne.de

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Hol das Stöckchen!

Unsere Ju-Jutsu-Abteilung ist Mitglied im DJJV – dem Deutschen Ju-Jutsu-Verband. Im Jahr 2000 erfuhr das Prüfungs- und Lehrprogramm eine Reform, welche auch das Thema Stockkampf stärker in den Vordergrund rückte. Dabei nahm man sich vor allem die philippinischen Kampfkünsten zum Vorbild.

Auch wir trainieren also fleißig immer wieder die Abwehr von Stockangriffen, die aus verschiedenen Richtungen und Winkeln erfolgen können. Dabei gilt – wie so oft bei uns – das Gesetz der Vielfalt: Es gib mannigfache Lösungen und Wege, dem Angreifer zu begegnen. Bestenfalls steht am Ende die Entwaffnung und der sichere Rückzug beziehungsweise die Kontrolle des Gegners.

Die Fotos stammen erneut von Konstantin Höhne – www.konstantinhoehne.de

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