Interview mit Abteilungsleiter Arvaneh über die JJ-Abteilung

Hallo Heinrich,

schön, dass Du Dir die Zeit nimmst für ein kleines Sommerinterview! Sag mal, was macht eigentlich so ein Abteilungsleiter alles im Verein?

Heinrich

JJ-Abteilungsleiter Heinrich Arvaneh

Oh, das ist eine vielschichtige Tätigkeit. Da man diese Tätigkeit nicht erlernt und es kein Handbuch hierfür gibt, teile ich euch jetzt mit, was ich zum Besten gebe: Es geht um eine Analyse der Abteilung, Integration der Mitglieder für ehrenamtliche Tätigkeiten (Frauenbeauftragte, Medienreferent, usw.).

Ich darf die Trainer einteilen, Wege suchen und finden, um neu Mitglieder anzuwerben, Lehrgänge organisieren und durchführen. Ich stelle Mitgliedern Pässe aus, habe monatliche Abteilungsleiter-Besprechungen mit Beschlüssen von Neuanschaffungen oder allgemein Vereinsverbesserungen. Es geht darum, nach innen und außen den Verein zu präsentieren und als Ansprechpartner für alle Mitglieder und Interessierte an unserem Sport zu sein. Ich strebe nach qualitativ hochwertigen Trainingseinheiten für alle Mitglieder. Insgesamt liegen mir soziale Bindungen, Integration, und Zugehörigkeit am Herzen. Und schließlich will ich die Schüler soweit möglich fördern, damit sie eine Stufe nach der anderen erreichen.

Nicht schlecht, das sind ja eine ganze Menge Aufgaben. Wie lange machst Du das eigentlich schon und warum hast Du das Amt ursprünglich übernommen?

Damals, also 2013, erlebt die Abteilung gerade eine herausfordernde Zeit: Auf der Trainerseite sah es düster aus und die Mitgliederanzahl war überschaubar. Im Grunde wollte ich nur als Trainer aushelfen, aber dann hieß es seitens der Vereinspräsidenten: „Do braast net fu macha, is groo a Titl!“ Das fand ich richtig lustig und legte los!

Wie kamst Du persönlich zum Ju-Jutsu und betreibst doch noch einen anderen Kampfsport?

Als Jugendlicher mit 12 Jahren habe ich mit Ju-Jutsu angefangen; ich hatte viel Spaß dabei und mein Selbstvertrauen, das damals am Boden war, konnte ich nach und nach so richtig aufbauen. Außerdem habe ich früher etwa zehn Jahre Karate trainiert und bin Träger des schwarzen Gürtels.

Was ist das Faszinierende an Ju-Jutsu für Dich? Warum sollte man unbedingt mal in diesen Sport hineinschauen?

Oh, das ist wieder eine Frage! Die Antwort darauf hat sich für mich im Laufe der Lebensjahre verändert. Als Jugendlicher war es die Faszination: Die Vorstellung irgendwann einmal mit der Handkante einen Baum zu fällen, war großartig! Hier ist anzumerken, dass in den 1970er- Jahren die Kampfsportfilme enorm populär waren und mich sehr anregten. Aus heutiger Sicht, ist diese Sport so vielschichtig! 90 Minuten Trainingszeit vergehen wie im Flug und ohne es zu merken, wird der ganze Körper durch die vielen Bewegungsabläufe trainiert. So bleibt man gesund und fit.

Okay, letzte Frage, dann entlassen wir Dich in den Sommer: Wenn Du Dir wünschen könntest, wo wird unsere Abteilung in fünf Jahren stehen?

Ein Drittel mehr aktive Mitglieder im Kinder- und Erwachsenenbereich.

Vielen Dank Dir und weiter so!

Interview: Rudolf Inderst und das Web-Team SVP

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