Bisher unterschätzt: „Aliveness“ als Trainingskonzept im Ju Jutsu

Die ein oder andere von Euch, die Ju Jutsu trainiert, hat vielleicht schon einmal etwas von dem so genannten „Aliveness“-Trainingsansatz gehört (manche bezeichnen es auch einfach als „alive training“). Es geht dabei um eine Ausgestaltung des Trainings, in dessen Zentrum spontanes, nicht-geskriptetes (also unabgesprochendes) und dynamisches Agieren mit der Partnerin steht. Alive Training wird in erster Linie durchgeführt, damit sich die Teilnehmerinnen untereinander herausfordern und mit der Absicht antreten, zu gewinnen. Zudem wird diese Trainingsmethode herangezogen, um bestimmte Kampfsporttechniken aus dem eigenen Training einer Nützlichkeitevaluierung zu unterziehen.

Dabei ruht das Konzept auf den drei Säulen: Bewegung, Timing und Energie. Das bedeutet, die Partnerinnen sind ständig in Bewegung, agieren ohne feste oder zugewiesene Schlag- und Trittmuster und agieren auf einem Kraftniveau, das nahe an das tatsächlicher Auseinandersetzungen herankommt. Auf diese Art und Weise zu trainieren, bedeutet (womöglich), sich von liebgewonnen Vorstellungen und Lehrplänen zu verabschieden. Bestimmte Techniken – das stellt sich sehr schnell auch im Ju Jutsu heraus – funktionieren unter Stress nur bedingt, manche überhaupt nicht. Dennoch werden sie immer wieder unterrichtet und abgefragt, was im besten Fall zweifelhaft, im schlechtesten gesundsheitsbedrohlich (in einer echten Auseinandersetzung) ist.

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